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Brigitta Buschmann-Frisch

Aktuelles Urteil des LG Düsseldorf zu Like- & Share- Button und was es für viele Websitebetreiber bedeutet?

18.3.2016

Heute Morgen musste ich eine dringende und wichtige Aufgabe angehen: ich löschte alle Like- und Share-Button aus meiner Website. Nächste Aufgabe: die rechtlich konforme Einbindung meiner Like- und Share-Button.


Das genau bedeutet das am 9.3.2016 vom LG Düsseldorf getroffene Urteil (LG Düsseldorf, Urt. v.09.03.2016, Az. 12 O 151/15Urteil als PDF) für alle Websitebetreiber, die Like- und Share- Button bzw. Social Plugins auf bestimmte und nun rechtlich nicht mehr erlaubte Weise in Ihren Webseiten eingebunden haben.


Allem vorweg: Ihre statisch, also ohne bestimmte Plugins, Iframes oder Javascripts, sondern per Bild, Text oder Iconfont eingebundenen Social Media Button, die lediglich auf Ihren Social Media Präsenzen linken, sind davon nicht betroffen.


Hintergrund des Urteils: Datenschutzrechtliche Problem


Schon lange bemängeln Datenschützer das Einbinden von Like- und Share- Button bzw. Social Plugins, wie es von den Social Media Anbieter, aber auch vielen Pluginvertreibern derzeit angeboten wird.


Hier setzt das Urteil an. Denn die, auf diese Weise eingebundenen Button, übertragen Daten über den Webseitenbesucher an Facebook & Co. - und zwar, wenn dieser die Button noch gar nicht aktiv betätigt hat.


D.h. durch die Einbindung solcher Buttons werden bereits beim Aufruf der Webseite Daten des Websitenutzers an die Social Media Anbieter übertragen.


Das Urteil (z.Z. noch nicht rechtskräftig, eine Bestätigung wird jedoch erwartet) verbietet diese Datenweitergabe an die Anbieter solcher Buttons und somit auch die Einbindung derartiger Buttons.


Das heißt aber nicht, dass Sie keine Like- und Share- Button mehr verwenden dürfen. Sie sollten nur nicht mehr die Einbindungsmethoden der Social Media Anbieter und vieler Pluginanbieter verwenden.


Rechtsichere Like- und Share-Button-Einbindemethoden


Momentan gibt es 2 Lösungsansätze für das rechtlich sichere Einbinden der Button.


Bei einer 2-Klick-Lösung klickt der Nutzer den Button und wird zunächst an Ort und Stelle um seine Einwilligung für die Datenübertragung gebeten. Mit einem 2. Klick stimmt er dieser Übertragung zu.


Bei der zweiten Lösung wird durch entsprechende Programmierung die Datenübertragung an die Anbieter unterbunden. Ein Beispiel für eine solche Lösung ist Shariff vom heise Verlag.


Prüfen Sie (oder Ihr Webmaster) also, auf welche Weise Ihre Social Button und Plugins in Ihre Website eingebunden sind und tauschen Sie diese notfalls aus.


Ich habe mich (für mich und meine Kunden) für die Lösung mit Shariff entschieden -
so jetzt nochmal schnell diese Nachricht auf die alte Art "sharen" und dann blüht halt Samstagsarbeit :-)


Weitere Infos zum Urteil:


http://allfacebook.de/policy/lg-duesseldorf-like-button-und-social-plugins-sind-rechtswidrig-faq-zum-urteil


http://nextab.de/von-verbotenen-facebook-like-buttons-und-page-plugins/2016/03/


Links zu Shariff

 

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